Von dem Vegan Passport habe ich bereits vor einiger Zeit erfahren. Und da es mich bald ins Ausland verschlägt, dachte ich, es wäre eine gute Gelegenheit ihn anzuschaffen.

Was darf man sich denn unter einem „Vegan Passport“ vorstellen? Wozu ist er gut?

Ganz einfach: Mithilfe des Vegan Passports könnt ihr in insgesamt 74 Sprachen erklären, dass ihr Veganer seid. Dabei sind nicht nur die Standardsprachen, sondern auch etwas ausgefallenere wie Baskisch oder Tigrinya. (Wer sich jetzt auch – wie ich – gefragt hat, wo man Tigrinya spricht: In dem afrikanischen Staat Eritrea :)) Insgesamt sollte man mithilfe dieses Buches mit 95 % der Weltbevölkerung kommunizieren können.

Diesen Sommer gehe ich nach Italien, italienisch ist natürlich auch enthalten. Aber ich glaube dort funktioniert die Verständigung zu Not mit Spanisch oder Englisch. Schwieriger wird es schon mit dieser Sprache: Es esmu stingrs veìetârietis. Na, welche Sprache ist es? Lettisch für „Ich bin Veganer“! Da ich bald für ein halbes Jahr nach Riga gehe, keinerlei Lettisch spreche und außerhalb von Riga wohl eher weniger Englisch gesprochen wird, ist dieses Büchlein sicherlich hilfreich.

 

Am Anfang des Buches findet ihr eine Weltkarte auf der dargestellt ist, wo welche Sprache gesprochen wird. Weiterhin gibt es eine Einführung, wie der Vegan Passport genutzt werden soll. Wenn ihr in ein Restaurant geht, sollte man lieber nicht versuchen die Sprache auszusprechen, sondern dem Personal das Büchlein zum Lesen geben. Klingt sinnvoll, wenn ich an den lettischen Satz denke. Ich habe nämlich keine Ahnung wie man den ausspricht ;)
Nachfolgend gibt es je Sprache eine Seite. Dort wird genau beschrieben, was Veganer nicht essen und positiverweise auch, was sie denn essen. Das heißt vor der Frage „Was kannst du denn dann noch essen?“ bist du auch erstmal gerettet :) Schließlich noch ein Hinweis, dass auch kein tierisches Fett zum Braten benutzt werden soll und dass statt z. B. Hühnerbrühe Gemüsebrühe benutzt werden sollte.
Falls alles schief geht, findet ihr am Ende noch ein kleines Bildwörterbuch mit dem ihr erklären könnt, was ihr esst und was nicht. Außerdem sind Übersetzungen für das Wort „Vegan Airline Meal Code“ angegeben. Ich bin mir allerdings nicht so sicher, ob die deutsche Übersetzung „Spezialmenü-Buchungscode“ so treffend ist. Auch wenn es ein Spezialmenü ist: Hier ist ja nicht mal mehr das Wort „vegan“ enthalten.
Ansonsten macht das Büchlein allerdings einen sehr guten Eindruck. Die Größe (A6) ist auch praktisch, er sollte also überall reinpassen. Nun bin ich schon gespannt auf den ersten Einsatz :)

Leider ist das Buch im Moment nicht so einfach zu finden. Ich habe es schließlich bei Roots of Compassion bestellt. Normalerweise ist es wohl auch bei PETA zu erwerben, allerdings ist es im Moment ausverkauft. Es existiert aber auch eine Online-Version des Buches. Da ich allerdings davon ausgehe, dass ich noch öfter in der Welt unterwegs sein werde, habe ich mich für die Printversion entschieden :)

Vanessa

Vanessa

Ich bin 22 Jahre alt, Bloggerin, Veganerin, Reisende, Studentin, angehende Bibliothekarin, Koch- & Backsüchtige und mag seltsame Dinge, zum Beispiel durch ausländische Supermärkte laufen. Auf meinem Blog berichte ich euch von all diesen Dingen :)
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