Dank supergünstiger Flüge hat es mich vor kurzem über ein Wochenende nach Norwegen verschlagen. Da ich allerdings nur drei Tage dort war und mich überwiegend von mitgebrachten Lebensmitteln ernährt habe, kann ich nur begrenzt etwas zum Thema Ernährung in diesem Land sagen.

Der Grund für die vielen mitgebrachten Lebensmittel: Wie so ziemlich jeder weiß, ist Norwegen ein ziemlich teures Land. Dort angekommen (ich war zum ersten Mal in Norwegen) war ich jedoch trotzdem etwas schockiert: 150 Kronen (ca. 18 €) für die billigste Pizza? Seriously?

Und auch für das Gemüse und Obst im Supermarkt zahlt man schnell mal ein Vermögen. Habt ihr also nur begrenzt Geld zum Reisen, würde ich euch definitiv empfehlen etwas zum Essen mitzubringen.

Insbesondere Essen gehen ist wirklich unglaublich teuer und man wird gerne auch mal 40 € für eine normale Hauptmahlzeit in einem durchschnittlichen Restaurant los.

Falls ihr die Möglichkeit zum Selbstkochen habt: Wenigstens Reis und Kokosmilch sind bezahlbar (die Kokosmilch ist seltsamerweise mit 1,50 € sogar ein paar Cent günstiger wie in Lettland), daraus lässt sich also ein schönes Curry machen :)

Insgesamt hatte ich allerdings den Eindruck, dass Veganismus in Norwegen nicht ganz so unbekannt ist. Im Moment vergleiche ich es schnell mit Lettland, da ich hier gerade für ein Auslandssemester wohne. Und dagegen schneidet wohl fast jedes andere europäische Land gut ab :) Zurück zum Thema: Natürlich ist der Veganismus in Norwegen nicht so weit wie in Deutschland und die norwegische Küche ist geprägt von Fisch, Fleisch und Milchprodukten. Aber ab und zu begegnen einem vegetarische oder vegane Burger oder andere als vegetarisch/vegan gekennzeichnete Mahlzeiten auf der Speisekarte.

Außerdem gibt es in ganz Norwegen eine Ladenkette mit dem Namen „life“, welche ökologische Produkte verkauft. Wer es sich also leisten kann, kann hier auch Tofuwürstchen für ca. 8 € kaufen oder pflanzliche Milch. Es gibt hier eine gute Auswahl mit z. B. sogar Sesammilch. Die Preise sind meist ab 35 Kronen (ca. 4,30 €) aufwärts. Auch Tofutti „Creamy Smooth Morzarella Style Cheese“ ist mir für vergleichsweise günstige 44 Kronen (ca. 5,40 €) begegnet. Ansonsten findet man im Sortiment alles querbeet: Von Quinoa über Schokolade, „besondere“ Mehlarten (z. Kichererbsenmehl, …), … Wenn man genug Geld hat, lässt es sich sicher in Norwegen ganz gut vegan leben.

Und die Landschaft ist wirklich sehr schön. Gerade zu dieser Jahreszeit (Herbst) ist alles sehr farbenfroh und man kann viel Zeit draußen verbringen, da es noch nicht so kalt ist. Ich kann definitiv empfehlen auch mal die Stadt zu verlassen und sich in die Natur zu trauen. Das ist die eigentliche Sehenswürdigkeit Norwegens :)

NaturMoss

Einen Tag habe ich allerdings auch in der Landeshauptstadt Oslo verbracht. Die Stadt ist ganz nett, viele nette Straßen mit gemütlich aussehenden Cafés, zum Teil futuristisch wirkende Gebäude und viele verschiedene Museen. Wer sich für (moderne) Architektur interessiert, sollte sich unbedingt die Oper anschauen.

Die Oper von Oslo

Die Oper von Oslo

 

Auch ein Besuch im Skulpturenpark kann ganz nett sein (mir persönlich hat es dort allerdings vorallem wegen den Blumen und der Natur gefallen =D). Einen schönen Blick über Oslo hat man in der Nähe der Festung Akershus. Hier einfach bis zum Restaurant hoch laufen und dann die Aussicht genießen!

Skulpturenpark Oslo

Skulpturenpark Oslo

Oslo hat außerdem auch einige vegetarische und vegane Restaurants. Hier lohnt sich ein Blick auf happycow.net. Ein alternativer Ort zum Essen ist „Blitz“ in der Pilestredet 33E. Wikipedia beschreibt Blitz als anarchistische, kommunistische und soziale junge Gemeinschaft in Oslo. Ich habe gehört, dass ihr hier unter anderem veganes Essen für etwa 30 Kronen (ca. 3,70 €) bekommt. Das ist super, super günstig für Norwegen! Als wir dorthin wollten, war allerdings geschlossene Gesellschaft.Auch ein Besuch im Skulpturenpark kann ganz nett sein (mir persönlich hat es dort allerdings vorallem wegen den Blumen und der Natur gefallen =D). Einen schönen Blick über Oslo hat man in der Nähe der Festung Akershus. Hier einfach bis zum Restaurant hoch laufen und dann die Aussicht genießen!

Sicher nicht jedermanns Geschmack: “Blitz” in Oslo

Sicher nicht jedermanns Geschmack: “Blitz” in Oslo


Weiterhin findet ihr auf Facebook einige Gruppen für Veganer in Oslo und auch für Norwegen allgemein. Zum Teil gibt es auch regelmäßige Treffen bei dem ihr den ein oder anderen norwegischen Veganer/Veganerin kennenlernen könnt!

Veganer in Oslo und Umgebung
Vegan in Oslo
Oslo Vegans
Vegan in Tromso
Veganer und Vegetarier in Bergen
Veganer und Vegetarier in Trondheim
Veganer in Norwegen
(Liste unvollständig)

Insgesamt ein sehr schönes Land dessen Besuch sich sicher lohnt… auch wenn es ein teures Vergnügen werden kann!

Vanessa

Vanessa

Ich bin 22 Jahre alt, Bloggerin, Veganerin, Reisende, Studentin, angehende Bibliothekarin, Koch- & Backsüchtige und mag seltsame Dinge, zum Beispiel durch ausländische Supermärkte laufen. Auf meinem Blog berichte ich euch von all diesen Dingen :)
Vanessa

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